Aktuelles

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

die Bayerische Ingenieurversorgung-Bau mit Psychotherapeutenversorgung ist für die meisten Mitglieder ein zentraler Baustein ihrer Altersversorgung. Es ist daher wichtig, dass wir mit unserem Versorgungwerk und der Bayerischen Versorgungskammer als Geschäftsführung zwei zuverlässige Partner an der Seite haben, die nicht nur professionell, sondern genau in diesem Bewusstsein unsere Beiträge am Kapitalmarkt risiko- und renditeoptimiert anlegen.

In den vergangenen beiden Jahren erlebten wir nicht nur an den Kapitalmärkten, sondern auch in unserem Geschäftsumfeld Veränderungen und Umbrüche. Dabei ist die Kombination von Flexibilität und Stabilität Teil des Selbstverständnisses unserer Berufsstände. Genau dieses Können, diese Flexibilität erwarten wir von einer erfolgreichen Altersversorgung.

Kapitalmarkt: Zinswende und Strategische Kapitalanlageplanung

Zu Beginn des letzten Jahres stand beim Versorgungswerk die Überarbeitung der `Strategischen Kapitalanlageplanung` im Fokus. Die bisherigen Annahmen waren vom Umfeld einer anhaltenden Niedrigzinsphase geprägt. In kürzester Zeit vollführte die Europäische Zentralbank angesichts der stark steigenden Inflation und im Zeichen des Ukraine-Kriegs eine Zinswende. Diese Zinswende verteuerte nicht nur Investitionen im Bausektor, sie führte auf der anderen Seite auch zu einer geänderten Beurteilung des Kapitalmarkts. Für unser Versorgungswerk heißt das konkret, dass wieder verstärkt in festverzinsliche Kapitalanlagen investiert werden kann. Das Jahr 2023 hat die Möglichkeit geboten, erstmals seit langem wieder im Rentendirektbestand Neuanlagen von 4 % und mehr zu erzielen.

Als Versorgungswerk profitieren wir von diesem Zinsanstieg. Die Verzinsung, die notwendig ist, um den bereits in den Anwartschaften und Renten einkalkulierten Rechnungszins zu erreichen, können wir wieder leichter erzielen. Dennoch: So schnell die Niedrigzinsphase beendet war, so schnell können sich positive Annahmen wieder verändern. Aber auch für diese Entwicklungen gibt es Lösungen im Finanzierungssystem. Vorsorglich haben wir hierfür bereits ein Handlungskonzept entwickelt; denn es ist wichtig für uns, die langfristige Finanzierung des Versorgungswerks im Auge zu behalten und bestmöglich zu sichern.

Darüber hinaus rückte die Nachhaltigkeit in den einzelnen Anlageklassen nochmals stärker in den Fokus der Investitionstätigkeit. Bereits 2021 erfolgte der Beitritt zur Net Zero Asset Owner Alliance. Auf diese Grundsatzentscheidung folgte im Mai 2022 ein Fahrplan mit konkreten Zwischenzielen, die u.a. eine Reduzierung der CO2-Emmissionen des Portfolios unseres Versorgungswerks um 22 % bis zum Jahr 2025 umfasst.

Dynamisierungen

Mit der Anhebung der Renten um 3,0 % zum 1. Januar 2024 wollten wir im Verwaltungsrat ein deutliches Signal für die Rentnerinnen und Rentner setzen. Ausschlaggebend war zum einen die immer noch hohe Inflation und der damit einhergehende Kaufkraftverlust, der vor allem die Rentner direkt trifft. Da aber auch die Anwartschaften der Aktiven einen Wertverlust erleiden, sollte für sie ein „Zinsausgleich“ sichergestellt werden. Die Anwartschaften aus Einzahlungen seit 2010 (mit Rechnungszins 2,5 %) haben wir daher wiederum um 0,75 % dynamisiert. Durch maßvolle Dynamisierungen in der Vergangenheit waren die hierfür erforderlichen Rücklagen vorhanden.

Bei der Verteilung der Überschüsse berücksichtigte der Verwaltungsrat, dass schon im Zeitpunkt der Einzahlung eine bestimmte Verzinsung in der erworbenen Anwartschaft eingerechnet wird, der sog. `Rechnungszins`. Die Anhebung zum 1. Januar stellt damit eine Erhöhung dieser bereits vorab einkalkulierten Verzinsung dar. Zugleich wollen wir im Interesse einer nachhaltigen Finanzierung auch eine robuste Reservesituation beibehalten, um auf künftige Herausforderungen reagieren zu können. Ein Teil der Überschüsse ist daher in die Sicherheitsrücklage und in die Rücklage zur Finanzierung der Kosten im Zusammenhang mit einer weiterhin steigenden Lebenserwartung der Mitglieder geflossen.

Die wieder sinkende Inflation und der gestiegene Zins am Kapitalmarkt lassen insgesamt aus Sicht des Versorgungswerks langfristig wieder mehr Dynamisierungspotenzial erwarten.

Meine lieben Kolleginnen und Kollegen,

das Thema „Nachhaltigkeit“ ist in aller Munde; auch wir – der Verwaltungsrat der BIngPPV wie auch die BVK - wollen dazu beitragen und soweit wie möglich Papier reduzieren. Künftig stellen wir Ihnen daher dieses Schreiben sowie das Wichtige Rundschreiben zum Jahreswechsel im Internet (www.bingv.de und www.psychotherapeutenversorgung.de) unter „Downloadcenter“ zur Verfügung.

Abschließend noch eine ganz persönliche Bitte an Sie: Eine sinnvolle und auf die eigenen Bedürfnisse zugeschnittene Altersversorgung ist nicht allein Sache des Versorgungswerks. Setzen Sie sich mit Ihrem eigenen Vorsorgebedarf auseinander, nutzen Sie die Möglichkeit von freiwilligen Mehrzahlungen an das Versorgungswerk und testen Sie den neuen Rentenrechner auf der Internetseite des Versorgungswerks. Bei Fragen stehen Ihnen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Versorgungswerks gerne zur Verfügung.

Im Namen meiner Kolleginnen und Kollegen im Verwaltungsrat, aber auch ganz persönlich wünsche ich Ihnen ein gesundes und erfolgreiches Jahr 2024.

Mit freundlichen Grüßen

 

Dr. Werner Weigl

Beratender Ingenieur

Vorsitzender des Verwaltungsrats

der Bayerischen Ingenieurversorgung-Bau mit Psychotherapeutenversorgung

Die Berichterstattung über Liquiditätsschwierigkeiten und Insolvenzen von Gesellschaften des Signa-Konzerns hat sich in jüngster Zeit verstärkt und es ist aufgrund der Aktualität und Komplexität der Thematik weiterhin vermehrt mit z.T. auch spekulativen Veröffentlichungen zu rechnen.

 

Wir arbeiten mit dem Signa-Konzern in zwei Bereichen zusammen. Eine Konzerntochter der Signa verwaltet für uns einen Immobilienspezialfonds, der in österreichische Immobilien, überwiegend in Wien gelegen, investiert und sich marktkonform zum Business Plan entwickelt. Die im Fonds enthaltenen Immobilien befinden sich im Eigentum der von der BVK beauftragten Kapitalverwaltungsgesellschaft Universal Investment. Außerdem bestehen an drei hochwertigen Objekten, an denen Signa beteiligt ist, Immobilienfinanzierungen, die umfänglich über erstrangige Grundpfandrechte abgesichert sind und bei denen die Verkehrswerte die Kreditsummen deutlich übersteigen. Das Gesamtinvestitionsvolumen der Finanzierungen liegt weit unter 1 Prozent der Gesamtkapitalanlagen der Versorgungseinrichtungen.

 

Es gibt bisher durch die Insolvenzen keine unmittelbaren Auswirkungen auf unsere Finanzierungen und unsere Ansprechpartner bei der Signa Gruppe.

Trotz unserer guten Sicherheitensituation werden wir die Entwicklungen bei der Signa weiterhin sehr genau beobachten und im Interesse unserer Versicherten handeln.

Erhöhung der Anwartschaften und Renten zum 01. Januar 2024

Informationen zur Erhöhung des Beitragssatzes und zur Entlastung von Eltern mit mehreren Kindern

Weiter zurückliegende Informationen

2009

September 2009:

Juli 2009:

Februar 2009:

  • BaFin-Journal  (Aufsichtspraxis Lastschriftverfahren: Wie sich Kunden vor Missbrauch schützen können)

Januar 2009:

Bundesfinanzhof: Besteuerung von Renten rechtens

Die nachgelagerte Besteuerung von Renten verstößt nach einem Urteil des Bundesfinanzhofs vom 26. November 2008 (8 X R 15/07) nicht gegen das Grundgesetz. Es sei verfassungsrechtlich nicht zu beanstanden, dass der Gesetzgeber die Besteuerung der Alterseinkünfte zum 01.01.2005 umgestellt habe. Keine Bedenken bestehen insbesondere gegen die Übergangsregelung, da bei der Regelung komplexer Lebenssachverhalte dem Gesetzgeber gröbere Typisierungen und Generalisierungen zugestanden werden müssen.

 

 

 

2006